Bänder
Ab einer zu sichernden Datenmenge über 10 GB werden Bandlaufwerke oder Streamer interessant.
Im professionellen Bereich sind die Bandlaufwerke die klassischen Backup-Geräte. Sie bieten eine hohe Speicherkapazität bei günstigen Kosten.
Auf unserer Webseite finden Sie sehr viele und ausführliche Informationen über Bandlaufwerke und Bänder!
Hier finden Sie mehr zum Thema!
Lieske Elektronik liefert Bandlaufwerkssysteme mit Kapazitäten von 20GB bis zu mehreren TeraBytes.
Wir beraten Sie gerne!
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Die verschiedenen Standards
DAT
Die Digital Audio Tape-Technologie wurde - wie der name sagt - ursprünglich für den Audiobereich entwickelt. DAT-Streamer nutzen ebenso wie die gängigen Audio-DATs etwa 4mm breite Kassetten.
Damit die Streamerbänder nicht mit Audio-Medien verwechselt werden können, sind an Ihnen Streifencodes (MRS = Media Recognition System) angebracht.
Heute finden diese digitalen Kassetten meist noch in Tonstudios Gebrauch, Ihre Klanqualität übersteigt die einer CD.
DDS
Das Digital Data Storage-Verfahren, das weitgehend auf der DAT-Technologie aufbaut, wurde speziell für die digitale Datenspeicherung geplant und entwickelt. Auch die DDS-Bänder sind mit einem Streifencode versehen, um eine Verwechslung mit Audiokassetten zu vermeiden!
Geräte, die dem DDS-1-Standard (der ersten Spezifikationsstufe für DDS-Bänder) entsprechen, arbeiten mit 60m oder 90m langen Bändern, die unkomprimiert Kapazitäten von 1,3 bis 2 Gigabyte bieten.
DDS-2-Bänder sind 120m lang und können unkomprimiert bis zu 4 Gigabyte speichern.
Die dritte Generation speichert 12 Gigabyte (24 komprimiert) und die neueste (vorraussichtlich auch letzte dieser Technologie), die DDS-4-Systeme, speichern unkomprimiert 20GB bzw. 40GB komprimiert auf einem 150 Meter langem Band.
ADR
Advanced Digital Recording ist ein Magnetband-Speicher speziell für die Sicherung und Archivierung von Daten. Sie verwendet Kassetten mit 8 mm breitem Magnetband mit einer Kapazität von bis zu 60 GB.
Sie wurde von Philips entwickelt und ist durch 61 Patente geschützt.
Im Gegensatz zu anderen Technologien hat ADR einen 8-Kanal-Schreibkopf mit dem gleichzeitig 8 Datenspuren gelesen und beschrieben werden können.
Dies bedeutet im Grunde: Beeindruckend schnelle Übertragungsraten bei vergleichsweise geringer Laufgeschwindigkeit.
Hieraus folgt wiederum eine nur minimale Abnutzung des Bandes und eine kaum hörbare Geräuschentwicklung. In der Version ADR2 können in komprimierter Form bis zu 120 Gigabyte gespeichert werden.
VXA
VXA ist eine Speichertechnologie, die ebenfalls speziell für die Sicherung und Archivierung von Daten, die nach dem 8mm-Helical-Scan-Verfahren arbeitet, entwicvkelt wurde. Die Technologie weist, im Vergleich zu verwandten Technologien wie DLT und AIT, eine Reihe von Neuerungen auf. So ist es beispielsweise das erste Bandformat, das Daten in Paketen aufzeichnet.
Jedes Packet umfasst Nutz- und Felerkorrekturdaten, die es aus dem ECC-Memory entnimmt - und eine zugehörige Adresse.
Nach Herstellerangaben ist die Lebensdauer der Medien 20000 passes, was in etwa 1000 Vollbackups entspricht.
In Sachen Zuverlässigkeit gilt es als Favorit unter den Laufwerken in diesem Bereich.
Die Spuren werden - ähnlich wie bei der Schrägspurtechnik - diagonal beschrieben. In welcher Reihenfolge die Pakete dann ankommen, ist unerheblich: Sie sind eindeutig adressiert.
Das VXA-3 speichert 320 GB bei 24 MB/s.
SLR
Für kleinere Umgebungen haben sich eigene Technologien herausgebildet, die zum Teil auf den Enterprise-Lösungen basieren. In Konkurrenz zu den DLT-Laufwerken hat Tandberg das Scalable Linear Recording-Verfahren ins Rennen geschickt.
Diese Technologie vereint mehrere Methodenin einem. Das sogenannte Head-Servo-Verfahren bewegt die Lese- und Schreibköpfe synchron zum Band, so dass sie immer im gleichen Abstand zum Tape bleiben.
Wird das Laufwerk durch einen Stoß erschüttert, bricht die Technologie den Schreibvorgang ab.
Denn in diesem Fall können die Bänder nicht mit den erforderlichen Zuverlässigkeiten beschrieben werden und gegebenenfalls könnten Daten verloren gehen.
Der in einem Chip implementiert Variable-Rat-Randomizer (VR2) packt mehr Daten auf engeren Raum und sorgt dadurch sowohl für erhöhte Kapazität, als auch bessere Performance der Kassetten.
In der leistungsfähigsten Variante, dem SLR140-Format, können pro Band bis zu 70 GB Daten unkomprimiert bei einer Datentransferrate von bis zu 6 MB/s gesichert werden. Die Lebensdauer des Bandes hängt vom verwendeten Format ab und ist laut Hersteller Imation zwischen 5.000 und 15.000 Durchläufe.
- Bewährte Technologie (linear)
- Bandpfad geschützt in der Cartridge
- Laufwerk und Cartridge designed für IT-Industrie
- Robuste Basis-Platte
- Geringe Mechanik
- Rückwärtskompatibel
- Sehr geringer Bandverschleiß
Mammoth-2
Anders als DLT verwendet diese 8mm-Technik Helical-Scan.
Die native Kapazität beträgt beim Mammoth-2 unkomprimiert 60GB und die Durchsatzrate 12 MB / Sekunde.
AIT
Entwickelt von Sony. Wie Mammoth-2 schreibt und liest diese Technologie die Bänder nach der Schrägspurtechnik. AIT findet sich neben ihrer Funktion als Standalon-Laufwerk vor allem in der Automation wieder. AIT beschreibt die Bänder mit einer geringen Kopfdrehzahl, so dass die Tapes weniger anfällig für einen Bandriss sind. Die eingesetzten Bänder sind extra abriebsarm.
AIT setzt auf die Memory-in-Cassette-Funktion (MIC). Dieses Feature des Bandinhaltsverzeichnisses ist durch ein Flash-ROM gegeben.
Der Vorteil: Bevor das Laufwerk das Band aufspult, kann es herausfinden, was auf der Kassette überhaupt gespeichert ist. Das resultiert in Zeitersparnis.
AIT-3 kann beispielsweise 260GB komprimierte Daten fassen. Das AIT-6 aus dem Jahr 2006 fasst komprimiert 1,6 Terabyte.
Für 2010 ist SAIT-4 mit 4 TB bei 240 MB/s; angekündigt.
- Kompaktes Format
- AME Medien
- MIC (Memory Chip)
- Schrägspur-Aufzeichnung
- ALCD Kompressionsrate von 2,6:1
- Automatische Kopfreinigung
- Schonender Bandtransport
DLT, DLT-1, Super-DLT und vs80
Mit dazu beigetragen, dass sich lineare Technologie durchsetzen konnte, hat die Weiterentwicklung der Digital-Equipment-Corporation-Tapes (DEC). Digital-Linear-Tapes, kurz DLT, dominieren seit Jahren den Backup-Markt. Sie sind leistungsstark, zuverlässig und hoch kapazitiv.
DLT arbeitet nach dem klassischen linearen Aufzeichnungsverfahren. Die stationären Köpfe bewegen sich zwar nicht in Aufzeichnungsrichtung, aber auf- und abwärts! Auf diese Weise können die Bänder in mehreren Spuren in beide Laufrichtungen beschrieben werden.
Allerdings stoppt das Band und setzt zurück, sobald der Datenfluss unterbrochen wird.
Dadurch spult der Datenträger mehrmals hin und her und wird enorm strapaziert.
Neuere Geräte umgehen den starken Verschleiß mit variierenden Bandgeschwindigkeiten.
Die Tapes sind aber auf eine bestimmte Geschwindigkeit ausgelegt und arbeiten bei übermäßiger Beschleunigung nicht mehr fehlerfrei.
Die neuen DLT-Generationen sind alle abwärtskompatibel!
Das vs80 ist der direkte Nachfolger des DLT-1. Es handelt sich um die selbe Technologie, jedoch hat das vs80 nur 50% Bauhöhe.
Abgesehen vom Namen und der zwangsläufig anvisierten Rückwärtskompatibilität haben die DLT- und Super-DLT-Technologie allerdings nicht sehr viel gemeinsam. Das Konzept basiert auf der proprietären "Laser-Guided-Magnetic-Recording-Technology" (LGMR). Der lasergesteuerte Schreibvorgang hat mit der traditionellen Technik der Schreib- und Lese-Köpfe nichts mehr zu tun.
Das Verfahren verwendet einen optischen Servo, um die Schreib- und Lese-Köpfe zu positionieren. Diese sind auf die spezielle Technologie ausgelegt.
Um zu den alten Normaen rückwärtskompatibel zu bleiben, muss der Super-DLT neben der neuen, optisch geführten Kopfeinheit eine komplette zweite DLT-Kopfeinheit führen.
- Robuste Kassette
- Lineare Technologie
- Geringe Mechanik
- Sehr geringer Bandverschleiß
- Lässt hohe Bandgeschwindigkeit zu







