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Kosten durch Datenverlust

Kosten durch verlorene Daten

Laut Iomega stünden über 250.000 Unternehmen in Deutschland, England und Frankreich vor dem finanziellen Ruin, wenn sie ihre Computerdaten verlieren würden. Nach dieser Studie unterschätzen viele Unternehmen die Gefahr des Datenverlustes.

Unzureichende Datensicherung durch regelmäßiges Backup sind Gang und Gebe. Es wird angegeben, dass mangelnde Zeit, nicht ausreichende personelle oder finanzielle Resourcen der Grund für die Vernachlässigung der Datensicherung sind. Diese Aussagen werden vorrangig von Klein- und Mittelständigen Betrieben gemacht, die dann das Hauptklientel der Labore für Datenrettung dastellen.

Bei einer von tecCHANNEL durchgeführten Umfrage gaben immerhin 13% der Befragten an keinerlei Sicherungsstrategien einzusetzen. Die genauen Kosten durch einen Datenverlust lassen sich nur schwer beziffern, liegen jedoch meist höher, als eine ausreichende Datensicherungslösung. Die Kosten können schnell explodieren durch defekte Hardware, enormen Zeitaufwand für die Wiederherstellung des vorherigen Zustandes, finanzielle Schäden durch verspätet gestellte Rechnungen, Schadenersatzforderungen oder Vertragsstrafen, Reputationsverluste uvm.

Nicht nur, dass Ihr Betrieb durch den Verlust der Daten ein großes finanzielles Risiko trägt. Nein auch die Verantwortlichen für die Datensicherheit tragen dieses Risiko. Unter gewissen Umständen haften diese auch strafrechtlich.


Wieviel kostet eine Datensicherung ?

Wenn ein Datensicherungskonzept erstellt wird, ist man in der Regel gezwungen, ein System anzuschaffen, das einerseits nicht zu viel kostet und andererseits den Sicherungsanforderungen des Betriebes genügen muss. Die Gesamtkosten eines Sicherheitskonzepts sollten immer in einem angemessenem Verhältnis zu den möglichen Kosten eines Schadensfalls stehen.

Unternehmen mit geringem Datenvolumen kommen am günstigsten weg. Für ein Bandlaufwerk und eine passende Backup-Software und die Installation zahlt man etwa 1000,- EUR. Bleibt der Umfang des Datenbestands gleich, und werden die Bänder korrekt nach dem Sicherungsplan gewechselt, hat man eine praktikable Lösung, die von eingewiesenen Mitarbeitern durchgeführt werden kann.

Heute haben wir aber üblicherweise ein schnelles Datenwachstum, und die Kapazität eines einzelnen Bandes, derzeit etwa zwischen 20GB und 400GB, ist schnell erschöpft. So steigt die Komplexität der Backupverwaltung an. Die benötigte Zeit zum Wechseln der Bänder von Hand wird zum Kostenfaktor. Beispielsweise wird die Auswahl eines falschen Bandes beim Wechsel die Gefahr eines Bedienungsfehlers erhöht.

Folgendes Beispiel soll dies verdeutlichen: Wenn die Datenbestände auf ein einziges Band passt und die Sicherung schnell genug abläuft, kann jede Nacht eine Vollsicherung stattfinden. Sobald zwei Bänder notwendig werden, bedeutet dies in der Nacht einen manuellen Bandwechsel. Durch den Einsatz von sogenannten Autoloadern reduziert man den Arbeitsaufwand für die Sicherung und schließt durch die automatisierte Datensicherung Folgekosten durch Bedienungsfehler weitgehend aus.

Autoloader besitzen ein Bandlaufwerk mit einer Bandwechselautomatik und können mit ca. fünf bis zwölf Magnetbändern bestückt werden. Über die Backup-Software wird die Bandwechselautomatik gesteuert, die die richtigen Bänder bei der Sicherung und Wiederherstellung automatisch eingelegt. Damit kann man auch größere Datenbestände automatisiert und über das Netz sichern.

Bei sehr großen Datenmengen im Terabyte-Bereich werden auch Tape-Libraries eingesetzt. Sie können über mehrere Bandlaufwerke verfügen und fassen hunderte von Magnetbändern. Einen Einstiegs-Autoloader erhalten Sie bei schon ab etwa 3000,- EUR, die Speicherkapazität hängt vom verwendeten Laufwerkstyp und Medium ab und beträgt zwischen 300GB und 3TB unkomprimiert.

Auch das Investieren in etwas kostspieligere Sicherungstechnologien kann sich schnell lohnen, wenn man die Folgekosten wie Datenverlust, Einbußen in der Produktivität oder Personalkosten in die Kostenbetrachtung mit einbezieht.


Ein Beispiel soll die verdeutlichen:

Durch einen Netzteilausfall im Server wird eine wichtige Auftrags-Datenbank gelöscht. Beim Zurückspielen der letzten Vollsicherung aus der Vorwoche wird leider festgestellt, dass das Band durch eine inkrementelle Folgesicherung leider überschrieben wurde. So ergibt sich für die Kostenrechnung folgendes:

- Neuerfassung von verlorenen Daten der vergangenen Woche: 5 Manntage
- Sechs Mitarbeiter können einen Tag nicht auf diese Datenbank zugreifen, was einen Produktivitätsverlust von 50% bedeutet: 3 Manntage
- Das bedeutet bei einem Stundensatz der Mitarbeiter von 85 EUR:

8 Manntage x 8 Stunden x 85 EUR = 5.440 EUR Folgekosten, nur durch den Verlust einer einzigen Datei ohne ein Backup.

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